Diagnose einer Polyneuropathie
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um Folgeschäden zu verhindern.
- Anamnese:
Krankengeschichte, Vorerkrankungen, Alkohol- oder Medikamentenkonsum
- Klinische Untersuchung:
Reflexe, Muskelkraft, Sensibilität, Koordination.
- ENG & EMG:
Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und Muskelfunktion
- Labor:
Blutzucker, Vitaminspiegel, Schilddrüsenwerte, Infektionsparameter, Autoantikörper
- Bildgebung (MRT/CT):
bei Verdacht auf Tumoren oder andere Ursachen
- Nervenbiopsie:
in seltenen Fällen zur Abklärung entzündlicher oder genetischer Ursachen
Wichtige Blutwerte für Analyse der Polyneuropatie
- Entzündungsmarker:
BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
und CRP (C-reaktives Protein):
Diese Werte helfen, Entzündungen im Körper zu erkennen, die auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen können
- Blutzuckerwerte:
Nüchternblutzucker und HbA1c:
Diese Werte sind entscheidend zur Überprüfung auf Diabetes mellitus, eine häufige Ursache für Polyneuropathie. Ein oraler Glucosetoleranztest kann ebenfalls durchgeführt werden.
- Vitamin- und Mineralstoffwerte:
Vitamin B12 und Folsäure:
Mangelzustände dieser Vitamine können zu neurologischen Symptomen führen und sollten überprüft werden
- Leber- und Nierenwerte:
Leberwerte (z.B. GPT, Gamma-GT)
und Nierenwerte (z.B. Kreatinin):
Diese Werte helfen, die Funktion der Organe zu beurteilen, die bei bestimmten Formen der Polyneuropathie betroffen sein können.
- Spezifische Tests:
Bei Verdacht auf toxische Ursachen (z.B. Schwermetalle) oder genetische Faktoren können spezifische Tests erforderlich sein, um die Ursache der Polyneuropathie zu klären.
